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Wissenswertes zur Pizza

Die Pizza ist eine gebackene Teigspeise, die eine dünne, brotähnliche Kruste hat. Sie ist mit gewürzten,
pürierten Tomaten, Käse und oft mit weiteren Zutaten wie Salami oder Oliven belegt. Ihr Name leitet
sich vom lateinischen Wort für Fladenbrot "picea" ab. Sprachwissenschaftler haben herausgefunden, dass der daraus entstandene Begriff "piza" das erste Mal um das Jahr 1000 n. Chr. im neapolitanischen Dialekt auftauchte und etwa so viel bedeutet wie "Druck, Ruck" und sich damit wohl auf die Handbe-wegung beim Heben der Pizza aus dem Ofen bezog.

   Die Geschichte

Der Ursprung der Pizza geht auf die Etrusker zurück, die einen Teigfladen neben den Steinen eines Feuers backten und ihn anschließend mit unterschiedlichen Zutaten belegten. Geknetete Fladen und Fladenbrote gehörten bereits in der Antike zum wesentlichen Bestandteil der täglichen Ernährung. Aus diesem warmen belegten Brot entwickelte sich letztendlich eine Speise, die heute als "Focaccia" bekannt ist.

Einige Jahrhunderte nach den Etruskern sorgten die Griechen für den zweiten großen Einfluss zur "Erfindung der Pizza".
Sie belegten das Brot nicht wie die Etrusker, erst nachdem es gebacken war, sondern schon zuvor.
Die Römer machten schließlich diese Form der "Ur-Pizza" durch ihre Feldzüge in ganz Italien bekannt.
Je nachdem, was in der jeweiligen Region auf den Feldern wuchs, gab es bald eine Vielfalt von unter-schiedlichen Belägen. Cato zum Beispiel (234-149 vor Christus) beschreibt diese Ur-Pizza in einer
Schrift als "flache Teigrundungen mit Olivenöl, Gewürzen und Honig, gebacken auf Stein".
                                                          

Erst viel später wurde die Pizza auch mit Tomaten belegt. Im Jahr 1522 brachten Seefahrer die ersten Tomaten aus Südamerika nach Europa. Die Samen kamen aus Südamerika nach Spanien. Die ersten Sorten waren gelb und wurden für giftig gehalten. Man pflanzte damals Tomaten nur als Zierpflanze
zur Verschönerung des Gartens an.
Von Spanien aus kam die Tomatenpflanze auch nach Italien. Die Region um Neapel war damals sehr arm.
Die Menschen aßen die angeblich giftigen Tomaten aus Not. Die Pizza in ihrer heutigen Form kommt also aus der Region um Neapel. Die Pizza war dort jahrhundertelang eine einfache Speise der Bauern. ErstMitte des 18. Jahrhunderts wurde die Tomate auch anderswo als Lebensmittel akzeptiert.

                                                 Der Siegeszug der Pizza beginnt
Die erste Pizzeria wurde 1830 in Neapel eröffnet.Die Öfen der Pizzeria Port'Alba backen noch .
1889 wollte Königin Margherita von Savoyen die volkstümliche Speise kennenlernen. Der Pizzabäcker
Raffaele Esposito lieferte daraufhin drei verschiedene Pizzavarianten in die königlichen Gemächer,
wobei er eine in den Farben der Nationalflagge mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum belegte. Diese
Pizza schmeckte der Königin am besten und so erhielt sie den Namen "Pizza Margherita".

Etwa zur gleichen Zeit gelangte die Pizza durch italienische Immigranten nach Nordamerika und bereits
1895 öffnete die erste Pizzeria in New York. In den USA wurde der Teig etwas dicker gemacht und die
"American Pizza" kreiert. Nicht zuletzt haben amerkanische Pizza-Ketten zur weltweiten Verbreitung
der Pizza beigetragen.

Dass die Pizza heute auf fast allen Erdteilen bekannt ist, hängt damit zusammen, dass Italien verschiedene Auswanderungswellen erlebt hat. Die Auswanderer brachten sie immer mit in ihre neue Heimat.Die Pizza, ein europäisches Kulturgut

In einigen Regionen Europas gibt es "pizza-ähnliche" Gerichte, die sich teilweise parallel entwickelt haben.
International bekannt ist der "Flammkuchen" aus dem Elsass, der auf sehr ähnliche Weise zubereitet wird,in seiner Urform jedoch anstatt mit Tomaten mit Rahm und Zwiebeln belegt ist.

In der türkischen Küche gibt es ebenfalls eine spezielle Art von Pizza: Lahmacun, eine meist mit Hackfleisch und Paprikamark belegte Teigspeise, die in vielen türkischen Imbissläden auch bei uns zu haben ist.
             
                                                    Esskultur ist Sprachkultur

Wie man am Beispiel der Pizza erkennen kann, sagt eine Speise nicht nur viel über ein Land oder eine Region aus, sondern auch über historische Verbindungen und den interkulturellen Austausch zwischen den Völkern. Im Fall der Pizza ist es eine weltweite Erfolgsgeschichte, an der verschiedene Völker unterschiedlicher Epochen beteiligt waren.
Der Erfindungsreichtum der italienischen Küche machte die Pizza schließlich zu dem, was sie heute ist.
Aber die Geschichte des runden Fladenbrotes ist sicher noch nicht zu Ende geschrieben. Beinahe jede Pizzeria hat eine eigene spezielle "Hauspizza" mit einem besonderen Belag. Oft ist dieser inspiriert von der Region, in der die Pizzeria sich befindet. Seien wir gespannt, was sich daraus noch entwickelt.